3D Drucken, diese brandneue additive Fertigungsmethode enthält ein riesegrosses und revolutionäres Potenzial in den meisten industriellen Bereichen, ab jetzt wird aber die neue Technologie auch das Wohn- und Bauindustrie beeinfliessen.

© Softkill Design

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Hallo, und grüsst Euch schon zum zweiten Mal auf meinem Blog! Zuerst sollte ich mich entschuldigen, dass ich mich erst jetzt seit meinem letzten und allerersten Eintrag melde, das 3D Drucken ist aber keine theoretische Sache, mann muss tagelang experimentieren um weitere Möglichkeiten entdecken zu können. Manchmal kann es wirklich schwierig sein auszufinden, was nicht klappt; die Qualität der 3D gedruckten Modelle hängt ja von zahlreichen komplexen Prozessen ab.

In diesem Artikel wird es auch über das 3D Drucken gehen, aber in einem ganz anderen Massstab. Gewöhnliche 3D Drucker, die man zu Hause oder im Büro benutzt, haben im allgemeinen eine Auflösung von 20 bis 200 micron und haben ein Bauvolumen von 5-600 kubikcentimeter. Grössere Modelle kann man natürlich auch produzieren, das 3D Modell muss aber vor dem Slicing des STL-Dateies geteilt werden. Vor ein paar Wochen habe ich auch mal ein riesengrosses Prototyp gedruckt; es dauerte zirka 50 Stunden mit einer Schichthöhe von 70 micron das 45 cm breites Modell 3D-drucken zu schaffen. Ihr könnt es auf dem Bild sehen.

© parametric | art

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An der Uni Loughborough werden aber zur Zeit welche wirklich interessante Forschungen durchgeführt, die vom 3D Drucken mit Beton inspiriert worden sind. Diese Methode erlaubt man eins zu eins architektonische Prototypen und Bauteile zu produzieren, die eine viel grössere Freihet den Architekten geben wird. Meiner Meinung nach wird das 3D Drucken – sowie es in den Bereichen des Mode- und Objektdesigns passieren worden ist – auch die Bauindustrie erneuern, die Entwicklung des Grossformat-3D-Druckers beschleuningt sich ja immer. Stellt Euch mal vor, es könnten sogar ganze Häuser oder Strassen 3D gedruckt werden. Und es kann sogar in der näheren Zukunft passieren. Das hört soch doch unglaublich an, meint ihr nicht?

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In dem 20. Jahrhundert erschienen welche neue Materialen in der Industrie, die den Architekten neue technische Möglichkeiten erlaubten. Dadurch konnte man solche Gebäuden bauen, dessen Ausführung früher unmöglich gewesen ware. Laut dieser Analogie wird mit der Architektur und Bauindustrie auch ein Paradigmenwechsel passieren, und die Richtung der weiteren Entwicklung ist schwer auszufinden. Da die Technologie dieser Fertigungsmethode noch ganz neu ist, werden sich wahrscheinlich zahlreiche Leute skeptisch fühlen, wenn es um Wohnen in einem 3D gedruckten Haus ginge. Mit einigen Beispiel-projekten möchte ich das Potenzial von 3D Drucken in der Bauindustrie presentieren:

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Als ein Pionier der Anwendung von 3D-Drucken in der Architektur hat die niederländische Firma DUS Architekten vor, das erste 3D gedruckte Haus der Welt zu schaffen. Die Baustelle befindet sich in Amsteram am Buiskloter-Kanal, und das Gebäude wird als ein Forschungszentrum für 3D Drucken funktionieren.

The Man Who Prints Houses Trailer from Marc Webb on Vimeo.

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Ein anderes Architektbüro aus Niederlanden plant ein zweistöckiges Haus zu bauen, das ganze mit einem speziellen 3D Drucker. Das futuristische Konzept des Architekten Janjaap Reuijssenaars bespielt eine Möbius-Schleife, und die Ausführung wird wie geplant in 2014 fertig sein.

© Softkill Design

© Softkill Design

Ein anderes Beispiel für 3D gedruckte Architektur ist das Projekt von Softkill Design. Das Konzept hat den Namen Protohouse und stellt ganz grossartige Konstruktionen der Ausführung, die mit den traditionellen Baumaterialen wie Stein und Zement unmöglich ware. Die generative Räume sind von Algorithmen generiert worden, die das Knochenwachstum simulieren. Das Knochen ist ja einer der effizientsten Tragwerk der Natur, und wir brauchen so gar keine dichte Strukturen bauen. Die komplexe organische Struktur kann einigen an SciFi-Szenen erinnern, die sehen ja wirklich futuristisch aus.

© MIT Media Lab

© MIT Media Lab

Als letztes Beispiel kommt ein Projekt von der MIT, und ist schon eine andere Dimension des 3D Druckens. Architekt Neri Oxman und ihr Team forscht die Möglichkeiten des Bio-Printings, eine organische Art des 3D-Druckens, die als Inspiration die Konstruktionen der Natur als Beispiel nimmt. Das Silk Pavilion ist mit der Hilfe von architektonischen und genetischen Algorithmen entworfen, und ist von Seidenraupen gemacht. Ihr könnt es im Video sehen, wie komplexe Tragwerkkonstruktionen diese kleine Tiere schaffen können. Es ist wirklich atemberaubend, meint ihr nicht?

SILK PAVILION from Mediated Matter Group on Vimeo.

In dem nächsten Eintrag wird es sich über die gewöhnliche 3D Druck Materialen handeln, die meisten 3D Drucker funktionieren mit PLA und ABS Kunststoff, und die zwei haben welche unterschiedliche Eigenschaften die bei der Auswahl des 3D Druckers unbedingt berücksichtigt werden muss. Also, bis dann!

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